
Die städtische Kindertagesstätte Europaviertel in Wiesbaden hat am 5. März eine Spende in Höhe von 1.000 Euro für die Weiterentwicklung ihres MINT Angebots erhalten. Zusätzlich stellte das Unternehmen Moravia Consulting einen hölzernen Cubetto Lernroboter zur Verfügung. Die Zuwendungen sollen den Ausbau einer bestehenden Holz und Töpferwerkstatt zu einem modularen MINT Labor unterstützen.
Spende und zusätzliche Ausstattung
Die netorium AG sammelte im Rahmen der Kampagne We love MINT über den LinkedIn Kanal des Unternehmens Interaktionen, woraus 680 Euro zusammenkamen. Dieser Betrag wurde von netorium auf 1.000 Euro aufgestockt. Moravia Consulting reagierte auf die Aktion und spendete ergänzend einen Cubetto Lernroboter aus Holz. Der Roboter ermöglicht Kindern ab drei Jahren einen bildschirmfreien Einstieg in Grundlagen des Programmierens.
Ausbau zum modularen MINT Labor
Geplant ist die qualitative Weiterentwicklung des vorhandenen Werkstattbereichs zu einem modularen Raum, der stärker auf forschendes Lernen ausgerichtet ist. Ziel ist es, den Kindern mehr Möglichkeiten zu geben, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen eigenständig zu erkunden. Perspektivisch sollen Materialien und Module auch anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden, sodass das Angebot über die einzelne Kita hinaus Wirkung entfalten kann.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der regionalen Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des Netzwerks Wer? WI? Was? – Kinder forschen in und um Wiesbaden. Über dieses Netzwerk erhalten pädagogische Fachkräfte Fortbildungen und Einrichtungen die Möglichkeit, sich zertifizieren zu lassen.
Kita mit bestehendem MINT Schwerpunkt
Die Kita Europaviertel verfolgt seit mehreren Jahren einen MINT Schwerpunkt. In der Einrichtung werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in sieben Gruppen betreut. 29 Mitarbeitende begleiten den Alltag nach dem Freinet Konzept, das Lernen an Alltagssituationen anknüpft. Kinder beobachten, experimentieren, stellen Fragen und entwickeln gemeinsam Lösungen.
Seit 2014 läuft in Kooperation mit Martin Hezel das Projekt Der Rote Koffer. Handwerkliche Tätigkeiten wie Sägen und Hämmern werden dort mit Elementen früher informatischer Bildung kombiniert. Typische Projekte sind ein Parkour für die Logo Maus, eigene Toniboxen und Experimente mit Elektronik. Die Einrichtung wurde 2020 erstmals als Haus, in dem Kinder forschen zertifiziert; weitere Zertifizierungen folgten.
Bei der Übergabe waren Vertreterinnen und Vertreter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege, des Fördervereins, die stellvertretende Kitaleitung sowie Vertreter des beteiligten Unternehmens anwesend. Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, sagte, Technologie sei für das Unternehmen mehr als ein Job und man wolle die Freude an Technik teilen und Chancen eröffnen. Friederike Herrmann aus dem Marketingteam bezeichnete die Kampagne als Herzenssache, die Interesse an Naturwissenschaften und Technik fördere. Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher hob hervor, dass frühe MINT Bildung Chancengleichheit und Zukunftskompetenzen stärke und dankte den beteiligten Unternehmen für ihre Unterstützung.
Nach der Spendenübergabe sollen die nächsten Planungsschritte für das modulare MINT Labor konkretisiert und die neuen Angebote schrittweise in den Kita Alltag integriert werden.
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