Pop up Markt in Langgasse soll Innenstadt beleben und Raum für Start ups schaffen

Pop up Markt in Langgasse soll Innenstadt beleben und Raum für Start ups schaffen
Pop up Markt in Langgasse soll Innenstadt beleben und Raum für Start ups schaffen | Bild: Stadt Wiesbaden

Ein Frühlingsmarkt wird vom Freitag, dem 6. März, bis Samstag, dem 4. April, das leerstehende ehemalige SportScheck Gebäude in der Wiesbadener Fußgängerzone zeitlich nutzen. Die Stadtverwaltung setzt damit die im Dezember 2025 erprobte Zwischennutzung fort und erweitert das Konzept mit mehr Ausstellenden und einem breiteren Programm.

Ort, Umfang und Öffnungszeiten

Der Markt findet im vorderen Erdgeschoss des Gebäudes in der Langgasse 5 bis 9 statt und ist montags bis samstags jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet. In einem Pop up Format werden regionaler Handel und Genuss mit Kultur, Mitmachangeboten und Aufenthaltsflächen verbunden. Nach einer baulichen Anpassung an der Schaufensterrückwand ist eine breite Fensterfront freigelegt worden, die das Gebäude stärker zur Fußgängerzone hin öffnet.

Insgesamt beteiligen sich 32 Händlerinnen und Händler sowie zehn Winzer aus dem Rheingau. Die Vinothek wird an der neuen Fensterfront einen zentralen Treffpunkt zum Verweilen und zur Weinverkostung bieten. Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken sowie durch Außensitzmöglichkeiten.

Programm und Zielgruppen

Das Rahmenprogramm reicht von Bastelangeboten und Keramik Workshops über Kinderschminken bis zu After Work Veranstaltungen und offenen Weinproben. Jeden Donnerstag finden After Work Angebote bis 22 Uhr statt, ausgenommen Gründonnerstag, den 2. April. Freitags sind offene Weinproben mit regionalen Winzern geplant, jeweils von 17 bis 19 Uhr. Für Kinder und Familien sowie für kreative Interessen werden mehrere Workshops und Mitmachstationen angeboten.

Die Veranstaltungen sollen niedrigschwellig zugänglich sein. Teilweise ist nur eine geringe Gebühr für Material zu entrichten, bei einigen Keramik Kursen wird um kurze Anmeldung per E Mail gebeten. Besucherinnen und Besucher können den Markt in einer kurzen Umfrage bewerten und Vorschläge zur Weiterentwicklung einreichen.

Zwischennutzung als Strategie und Ausblick

Das städtische Citymanagement hat den Markt in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden organisiert. Die Verantwortlichen sehen die Zwischennutzung als Instrument, um Leerstand sichtbar und nutzbar zu halten, Begegnungsorte zu schaffen und das Potenzial der Immobilie zu demonstrieren. Bürgermeisterin Christiane Hinninger bewertet den Markt als ein deutliches Signal für eine lebendige Innenstadt.

Baudezernent Andreas Kowol hebt hervor, dass solche Formate Start ups und jungen Unternehmen die Möglichkeit geben, Konzepte in einem geschützten Rahmen zu testen und weiterzuentwickeln. Citymanager Jens Ackermann verweist auf den Adventsmarkt im Dezember 2025, der laut Stadt eine positive Resonanz bei Besucherinnen und Besuchern sowie bei umliegenden Händlerinnen und Händlern erzeugt habe und nun Grundlage für die Erweiterung des Angebots sei.

Nach Abschluss des Frühlingsmarkts ist eine Umbauphase vorgesehen. Von Mai bis Ende Oktober werden im Rahmen der World Design Capital Projekte aus dem Raum Wiesbaden in mehreren Stationen präsentiert. Die Erfahrungen aus den Zwischennutzungen sollen Impulse dafür liefern, wie die Immobilie langfristig genutzt werden kann.

Der Markt endet offiziell am Samstag, dem 4. April, der Zeitraum umfasst zudem einen verkaufsoffenen Sonntag, der im Rahmen des Ostermarkts am Sonntag, dem 22. März, angeboten wird.

Quelle anzeigen

redaktion
Redaktion Oestrich-Winkel Anzeiger 58 Artikel
Aus der Region. Für die Region.