
Am 17. Juli machte die Engelsfackel des bundesweiten Kinder-Lebens-Laufs vor dem Wiesbadener Rathaus Station. Die symbolische Übergabe, an der unter anderem der Bundesverband Kinderhospiz, Mitarbeitende des Kinderhospizes Bärenherz, betroffene Familien und Vertreter der Landeshauptstadt beteiligt waren, soll auf die Arbeit von Kinder- und Jugendhospizen sowie auf die Bedürfnisse von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Familien aufmerksam machen.
Organisation und Beteiligte
Die Aktion wurde vom Bundesverband Kinderhospiz ausgerichtet und von lokalen Akteuren unterstützt. Die Stadt Wiesbaden begleitete die Übergabe vor dem Rathaus. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende hob hervor, dass die Kinder- und Jugendhospizarbeit viele Familien in einer schwierigen Lebensphase begleite und Respekt sowie Anerkennung verdiene. Mit der Fackel setze man ein Zeichen für Mitmenschlichkeit, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ziele und Botschaft der Aktion
Nach Angaben des Bundesverbands verbindet der Kinder-Lebens-Lauf Menschen in ganz Deutschland. Die Engelsfackel stehe für Hoffnung, Verbundenheit und die Sichtbarkeit von Kinderhospizarbeit, damit kein betroffenes Kind und keine Familie ihren Weg allein gehen müsse. Die Geschäftsführerin des Kinderhospizes Bärenherz, Magdalene Schmitt, betonte, die Aktion mache sichtbar, was oft im Verborgenen geschehe, und zollte den Eltern Respekt für ihren Alltag. Ein starkes Netzwerk der Kinder- und Jugendhospizarbeit gebe Familien Halt und signalisiere, dass sie nicht allein sind.
Route und weitere Etappen
Der Kinder-Lebens-Lauf 2026 ist die bundesweite Inklusionskampagne des Bundesverbands Kinderhospiz. Die Route begann am 16. April in Berlin und führt über rund 7 000 Kilometer zu mehr als 130 Stationen. Die Tour endet am 11. Oktober in Rust anlässlich des Welthospiztags. Erstmals führt die Strecke auch nach Österreich, Luxemburg und in die Schweiz. Nach dem Stopp in Wiesbaden übernahm Robert Michels vom Verein Mainlichtblick die Fackel und führte die Weitergabe in Richtung Frankfurt am Main fort.
Die Aktion in Wiesbaden zielte darauf ab, öffentliche Aufmerksamkeit für die Belange der betroffenen Kinder sowie ihrer Familien zu erzeugen und die Bedeutung ehrenamtlicher und professioneller Unterstützung sichtbar zu machen.
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